Quartalsversammlung der Feuerwehr Wiesmoor

Die Mitglieder der Feuerwehr Wiesmoor kamen am vergangenen Freitag zur ersten Quartalsversammlung des Jahres im Feuerwehrhaus zusammen. Auf der Tagesordnung standen neben den Berichten von Orts- und Stadtbrandmeister auch Wahlen, sowie eine Beförderung und eine Ehrung.

Zunächst schauten Ortsbrandmeister Karlheinz Bienhoff und Stadtbrandmeister Uwe Behrends in ihren Berichten auf das vergangene Quartal zurück. In diesem Zeitraum musste die Feuerwehr Wiesmoor bereits zu 28 Einsätzen ausrücken. Diese teilten sich in elf Brand- und 13 Hilfeleistungseinsätze, sowie vier Einsätze durch automatische Brandmeldeanlagen auf. Drei Einsätze hoben sie dabei in ihren Berichten besonders hervor.

Bei einem Großfeuer im Betonwerk Marcardsmoor an der Ortsgrenze zu Upschört wurden aufgrund unklarer Ortsangaben der Anrufer zunächst mehrere Feuerwehren der Gemeinde Friedeburg und die Drehleiter aus Wittmund alarmiert. Als schließlich klar wurde, dass sich der Einsatzort im Stadtgebiet Wiesmoor befand, wurden die zuständigen Feuerwehren Marcardsmoor und Wiesmoor ebenfalls alarmiert. Die landkreisübergreifende Zusammenarbeit der zahlreichen Einsatzkräfte aus den verschiedenen Feuerwehren klappte dabei reibungslos. Das Feuer konnte damals schnell gelöscht und so eine Ausbreitung auf weitere Gebäudeteile verhindert werden. Wenige Tage später wurden die Feuerwehren Wiesmoor und Marcardsmoor dann erneut zu einem Großbrand alarmiert. In der Stelzenwieke in Wiesmoor brach in einem Einfamilienhaus nachts ein Feuer aus. Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf brannten Teile des Obergeschosses und der Dachstuhl bereits in voller Ausdehnung. Die Bewohner des Hauses hatten sich nach Brandausbruch noch selbst in Sicherheit bringen können. Die Löscharbeiten dauerten bei frostigen Temperaturen mehrere Stunden an.Ein weiterer Einsatz, der zunächst als weniger dramatisch erschien, hätte sich fast zu einem Großeinsatz entwickelt. Die Feuerwehr Wiesmoor war nachts zu einer ausgelösten Rauch- und Wärmeabzugsanlage in einer Pflegeinrichtung für Senioren an der Hauptstraße alarmiert worden. Der Stromausfall, der später auch als Ursache für den Alarm in der Pflegeeinrichtung identifiziert wurde, bereitete den Einsatzkräften ebenfalls einige Probleme beim Ausrücken, da auch im Feuerwehrhaus der Strom ausgefallen war. Nach kurzer Verzögerung konnten die Feuerwehrleute zum Einsatzobjekt ausrücken und die Lage dort erkunden. Parallel dazu wurde auch ein Mitarbeiter des zuständigen Energieversorgers alarmiert. Er konnte nach relativ kurzer Zeit einen Defekt in einer Trafostation als Grund für den Stromausfall ausfindig machen und den Schaden beheben. Falls der Stromausfall in dieser frostigen Nacht mit knapp zweistelligen Minusgraden länger angedauert hätte, wäre sehr wahrscheinlich eine Evakuierung der 40 Bewohner in der Pflegeeinrichtung und damit ein Großeinsatz der Rettungskräfte nötig geworden.

Stadtbrandmeister Uwe Behrends berichtete zudem vom aktuellen Stand der Neubeschaffung des Schlauchwagens (SW KatS). Wenn alles gut läuft, könnte man im Spätsommer dieses Jahres mit der Auslieferung des Fahrzeugs rechnen. Die Fertigstellung der Ausschreibungsunterlagen für eine neue Drehleiter steht ebenfalls kurz bevor, so dass man voraussichtlich Ende des nächsten Jahres auf die Auslieferung des wichtigen Sonderfahrzeuges hoffen könne. Neben der kommenden Aufwertung des Fuhrparks kann sich die Feuerwehr Wiesmoor weiterhin über eine positive Mitgliederentwicklung freuen. Derzeit leisten 92 Mitglieder aus der Einsatzabteilung ihren Dienst für die Allgemeinheit. Die Altersabteilung verfügt über 19 Mitglieder. Die Nachwuchsabteilung ist mit nunmehr 33 Mädchen und Jungen sehr stark besetzt. Darüber informierte Stadtjugendfeuerwehrwart Lars Mohrhusen in seinem Bericht. Auch die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr haben in den vergangenen drei Monaten bereits einige Aktivitäten durchgeführt.

Wahlen stand an diesem Abend ebenfalls auf der Tagesordnung. Turnusmäßig musste die Funktion des Stadtjugendfeuerwehrwartes neu gewählt werden. Der bisherige Amtsinhaber Lars Mohrhusen wurde zur Wiederwahl vorgeschlagen und anschließend mit großer Mehrheit für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Weiterhin wurde Jan-Marco Bienhoff zum neuen Gruppenführer der 3. Gruppe gewählt. Ihm steht ab sofort Holger Frühling als neuer Stellvertreter zur Seite, der an diesem Abend ebenfalls gewählt wurde. Außerdem beförderte der Ortsbrandmeister im Rahmen der Versammlung den Kameraden Dennis Hüls zum Oberfeuerwehrmann.

Höhepunkt der Versammlung war jedoch die Ehrung von Joachim Bienhoff für seine 40jährige Mitgliedschaft im Feuerlöschwesen. Stadtbrandmeister Uwe Behrends ließ in seiner Rede das ereignisreiche Feuerwehrleben des Kameraden noch einmal Revue passieren. Er hob dabei besonders das jahrelange Engagement von Joachim Bienhoff bei der Organisation des alljährlichen Hackselballs und der Vielzahl weiterer Veranstaltungen, bei denen die Feuerwehr in der Stadt vertreten sei, hervor. Bürgermeister Friedrich Völler und der stellvertretende Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Enno Menssen würdigten die geleistete Arbeit von Bienhoff ebenfalls und bezeichneten ihn in ihren jeweiligen Reden als Urgestein der Feuerwehr Wiesmoor. Menssen verlas anschließend die Urkunde und überreichte dem Jubilar das Ehrenabzeichen für 40jährige Mitgliedschaft im Feuerlöschwesen.


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Auf dem Bild v.l.n.r.: Stellv. Ortsbrandmeister Gerd Buß, stellv. Stadtbrandmeister Hans Möller, Stadtjugendfeuerwehrwart Lars Mohrhusen, Joachim Bienhoff, Dennis Hüls, Holger Frühling, Kreisbrandmeister Gerd Diekena, Jan-Marco Bienhoff, Ortsbrandmeister FF Marcardsmoor Tobias Reinbacher, Bürgermeister Friedrich Völler, Abschnittsleiter Enno Menssen, Stadtbrandmeister Uwe Behrends und Ortsbrandmeister Karlheinz Bienhoff

 

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