Wieder sorgt ein Sturmtief für viele Einsätze im Stadtgebiet

2017-10-05 (079-102) Sturmschäden, Stadtgebiet 1Nur gut drei Wochen nach Sturmtief „Sebastian“, das den beiden Wiesmoorer Feuerwehren einiges an Arbeit bescherte, fegte am Donnerstag das nächste schwere Sturmtief mit teils orkanartigen Böen über weite Teile Norddeutschlands hinweg. Das so genannte Schnellläufer-Tief „Xavier“ machte dabei seiner Bezeichnung alle Ehre. Eine sehr starke Unwetterfront von jedoch relativ kurzer Dauer erfasste gegen Mittag die Region. Innerhalb weniger Minuten kam es auch im gesamten Wiesmoorer Stadtgebiet zu zahlreichen Sturmschäden. Aufgrund der sich abzeichnenden Großschadenslage wurde Vollalarm für die Feuerwehren Wiesmoor und Marcardsmoor gegeben. In bewährter Weise besetzte man daraufhin den Einsatzleitwagen und richtete eine örtliche Einsatzleitung beim Feuerwehrhaus Wiesmoor ein. In kurzer Zeit gingen hier mehr als 30 Meldungen über umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste ein, die Straßen blockierten oder auf Gebäude gefallen waren. So rückten ab Mittag 55 Einsatzkräfte aus Wiesmoor und Marcardsmoor mit neun Fahrzeugen aus. Die Besatzung des Einsatzleitwagens koordinierte den gesamten Ablauf und teilte die eingehenden Meldungen nach Prioritäten ein. Bis zum frühen Abend gingen bei der Feuerwehr Wiesmoor insgesamt über 50 Meldungen sturmbedingter Ereignisse ein. Darunter befanden sich allerdings auch einige Mehrfachmeldungen einzelner Einsatzstellen. Außerdem gab es mehrere Fälle, in denen die Feuerwehr nicht tätig werden musste oder konnte, da es sich um umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste auf Privatgrundstücken handelte, von denen keine akute Gefährdung ausging. Schlussendlich bewältigten die Feuerwehren Wiesmoor und Marcardsmoor vom Mittag bis zum späten Abend insgesamt 32 Einsätze.

An einigen Einsatzstellen hatten die Kameradinnen und Kameraden der beiden Stadtfeuerwehren mit richtig „dicken Brocken“ zu kämpfen. Großes Glück im Unglück hatten dabei die drei Insassen eines Pkw, der auf der Bundesstraße 436 in Wiesederfehn unterwegs war. Dort stürzten in kurzen Abständen drei große Eichen unmittelbar vor dem Fahrzeug auf die Fahrbahn. Der Fahrer des Wagens konnte zwar gerade noch rechtzeitig den Bremsvorgang einleiten, allerdings ließ sich ein Zusammenstoß mit einem der massiven Bäume nicht mehr verhindern. Eine Frau aus dem Pkw wurde vom Rettungsdienst vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Wenn einer der umstürzenden Bäume den Pkw unter sich begraben hätte, wäre es hier mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem sehr schweren Unfall mit weitaus schlimmeren Folgen gekommen. So kamen alle Beteiligten glücklicherweise relativ glimpflich davon. Die angerückten Feuerwehrleute brauchten an dieser Einsatzstelle knapp eine Stunde, um die Eichen von der Fahrbahn zu räumen. Lobenswert zu erwähnen muss man hierbei auch die Unterstützung eines Landwirtes, der mit einem großen Traktor bei der Beseitigung der Hindernisse half. Auch im Friedhofsweg blockierten mehrere große Bäume die Fahrbahn. Ein Baum beschädigte dabei die oberirdisch verlaufende Telefonleitung.

Der Wiesmoorer Weg in Zwischenbergen war ebenfalls stark betroffen. Dort stürzten auf ganzer Länge mehr als 20 Bäume auf die Straße. An der Resedawegbrücke lösten sich sogar Teile des Brückengeländers und ragten anschließend in die Fahrbahn hinein. Die Einsatzkräfte trennten die Bauteile ab und räumten sie beiseite.

In Marcardsmoor stürzten unter anderem in der Straße „Zweite Reihe“ und auf dem Kuckucksweg größere Bäume um. Auch hier wurden teilweise Telefonleitungen beschädigt. Neben weiteren sturmbedingten Einsätzen im eigenen Einsatzgebiet unterstützten die Feuerwehrleute aus Marcardsmoor auch die Kameraden in Wiesmoor an mehreren Einsatzstellen.

Besonders gefordert war an diesem arbeitsreichen Tag die Besatzung der Drehleiter. Etliche Sturmschäden im Stadtgebiet konnten nur mit ihrer Hilfe sicher und schnell beseitigt werden. Zeitweise kam die Drehleiter auch in der Nachbargemeinde Großefehn zum Einsatz. Nach neun Stunden Einsatz konnte gegen 21 Uhr schließlich das letzte Fahrzeug aus Wiesmoor wieder einrücken.

Neben beiden Feuerwehren war auch der Baubetriebshof der Stadt Wiesmoor mit der Beseitigung einiger Sturmschäden damit verbundenen Absperrmaßnahmen beschäftigt.

 

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