Alarmierung

13c1b2ec711Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr müssen jederzeit erreichbar sein, während der Arbeitszeit, am Tag sowie am Wochenende, beim Einkaufen oder im Auto, denn es können sich zu jeder Tages- und Nachtzeit Brände, Verkehrsunfälle und andere Unglücke ereignen.

Noch während bei der Rettungsleitstelle in Aurich über 112 ein Notruf für die Feuerwehr eingeht, beginnt der Disponent damit, die ersten Daten für den Einsatz in einen Computer einzugeben. Die Software des Leitstellenrechners macht dann je nach Örtlichkeit und Art des Einsatzes unterschiedlichste Vorschläge, welche Rettungsmittel alarmiert werden können. Der Disponent wählt daraus die entsprechenden Mittel aus und startet dann die Alarmierung der benötigten Einsatzkräfte.

Die Funkmeldeempfänger werden, ebenso wie die Sirenen, von der Leitstelle über Funk durch eine 5-stellige Tonfolge ausgelöst. Die Funkfrequenzen bewegen sich im 4-Meter-Wellenbereich. Mittels eines Fünftonfolge-Selektivrufes kann jede Feuerwehr einzeln über ihre eigenen so genannten Alarmschleifen alarmiert werden.

Stark vereinfacht gesagt ist ein Funkmeldeempfänger fast genauso aufgebaut wie ein Radio, welches auf einen festen Sender eingestellt ist und bei einem bestimmten Funksignal Alarm auslöst. Anschließend ist für kurze Zeit die Mithörfunktion des Gerätes aktiviert um die Alarmdurchsage zu hören. Je nach Art des Alarms gibt es unterschiedliche Alarmschleifen.

Stiller Alarm”

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Eine verbreitete Methode ist die „stille Alarmierung" von Einsatzkräften über tragbare Funkmeldeempfänger (= FME: auch Melder, Piepser oder Pieper genannt). Jedes aktive Mitglied der Feuerwehr Wiesmoor bekommt nach einer Basisausbildung durch verschiedene Lehrgänge einen solchen Meldeempfänger zugeteilt. Dieses kleine Gerät tragen die Feuerwehrleute ständig bei sich - auch nachts liegt es empfangsbereit auf dem Nachttisch.

Nach der althergebrachten analogen Alarmierung und dem darauf folgenden Signalton des Funkmeldeempfängers von kaum überhörbaren 85 Dezibel erfolgt seitens der alarmierenden Stelle eine kurze Sprachdurchsage mit der Information, was passiert ist. In Deutschland ist das System innerhalb des BOS-Funks, also auch bei der Feuerwehr, bundesweit standardisiert, wobei gerade ein Generationenwechsel von alten, analogen Funknetzen hin zur modernen, digitalen Übertragung stattfindet.

“Lauter Alarm” = Sirenenalarm

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Eine zweite Methode ist die laute Alarmierung über eine oder mehrere im Ort installierte Sirenen. Dieser Ton ist meist über mehrere Kilometer zu vernehmen und wird oft (besonders zu nächtlichen Stunden) von der Bevölkerung als störend empfunden. Allerdings verfügen nur noch rund 16 Prozent der Kommunen über Sirenen, die Anfang der 1990er Jahre nach Ende des Kalten Krieges im städtischen Bereich weitestgehend abgebaut wurden Bei kleineren Wehren, die nicht vollständig mit Funkmeldeempfängern ausgestattet sind, ist die Sirenenalarmierung noch verbreitet. Außerdem kann Sirenenalarm als Nebeneffekt eine Menge Schaulustiger zur Einsatzstelle locken.

Die Zukunft (Digitalfunk)

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Das heutige Alarmierungssystem von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten ist nicht mehr Stand der Technik. Fast jede Hilfsorganisation wie Polizei, DRK oder Feuerwehren besitzt einen separaten Kanal, dadurch wird die Kommunikation untereinander erschwert. Bei größerem Ereignissen wie Stürme, schweren Unfällen oder Großbränden kann sehr viel Funkverkehr auf einem Kanal stattfinden so dass die Verständigung erschwert wird. Ein weiteres Problem ist die fehlende Abhörsicherheit. Aus diesem Grund wird deutschlandweit in den kommenden Jahren das Funknetz auf einen einheitlichen Digitalfunk aufgerüstet. Die Kosten dafür belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro.

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