Tanklöschfahrzeug 4000 MAN TGM 18.340 4x4 / Rosenbauer

Allgemeine Fahrzeugbeschreibung Tanklöschfahrzeug

Die nach Norm als Tanklöschfahrzeuge (kurz: TLF) bezeichneten Feuerwehrfahrzeuge verfügen über eine fest eingebaute und vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe, eine feuerwehrtechnische Beladung mit dem Schwerpunkt Brandbekämpfung und einen mindestens 2000 Liter fassenden Löschwasserbehälter, der einen ersten Löschangriff ohne externe Wasserversorgung über Hydranten oder andere Löschwasserentnahmestellen erlaubt. Tanklöschfahrzeuge gibt es in verschiedenen Baugrößen, die sich hauptsächlich Fassungsvermögen des Löschwasserbehälters, Pumpenleistung, der zusätzlichen Beladung und der Besatzungsstärke unterscheiden.

Sollte sich an einer Einsatzstelle keine Löschwasserentnahmestelle in der näheren Umgebung befinden (Brände an abgelegenen Orten, Flächen- und Waldbrände), können Tanklöschfahrzeuge auch im Pendelverkehr eingesetzt werden und so ausreichend Löschwasser an die Einsatzstelle bringen.

Tanklöschfahrzeug (TLF 4000)

Begriffserklärung:

Die Abkürzung setzt sich wie folgt zusammen: Tanklöschfahrzeug 4000 (die Ziffer beschreibt den Inhalt des Löschwasserbehälters in Litern und die damit verbundene Baugröße, sowie die dadurch vorgeschriebene feuerwehrtechnische Ausstattung dieses Fahrzeugtyps.)

Bei der Feuerwehr Wiesmoor rückt das TLF 4000 aufgrund seiner Gruppenbesatzung bei Brandeinsätzen nach dem ELW 1 als erstes Großfahrzeug aus. Durch den großen Wassertank mit einem Füllvolumen von 4.000 Litern Löschwasser und dem festeingebauten Schaummitteltank mit einem Fassungsvermögen von 200 Litern, sowie der entsprechenden feuerwehtechnischen Beladung, ist es der Besatzung möglich, einen schnellen Ersteinsatz durchzuführen, oder kleinere Brandeinsätze eigenständig abzuarbeiten.

Im Mannschaftsraum sind vier Atemschutzgeräte in die Rückenlehnen integriert, die es den Einsatzkräften ermöglichen, sich bereits während der Fahrt mit Atemschutzgeräten auszurüsten. Des Weiteren sind im Mannschaftsraum mehrere Atemschutzmasken, Brandfluchthauben, Handlampen, Sprechfunkgeräte, die Wärmebildkamera, ein Mehrgaswarngerät und einige weitere Ausrüstungsgegenstände zu finden. Im Heck befindet sich das „Herzstück“ des Fahrzeugs, die so genannte Feuerlöschkreiselpumpe (FP 16/8). Mit einer Mindestleistung von 1.600 Liter Wasserdurchfluss pro Minute bei einem Wasserdruck von acht bar versorgt sie vollautomatisch die eingesetzten Strahlrohre, Schnellangriff, Wasserwerfer oder Schaumrohre mit Löschmittel. Ferner kann sie auch als Verstärkerpumpe bei der Wasserförderung über lange Wegstrecken eingesetzt werden. Die automatische Tankfülleinrichtung sorgt während des Betriebes immer für einen ausreichenden Füllstand im Löschwassertank. Durch Sensoren wird der Wasserstand permanent gemessen. Ab der Untergrenze von 1.600 Litern schaltet die Fülleinrichtung automatisch ein, so dass neues Löschwasser in den Tank fließen kann. Ist die Füllgrenze von 4.000 Litern wieder erreicht, schaltet die Einrichtung automatisch ab. Fällt nun der Wasserstand im Tank wieder unter 1.600 Liter, beginnt der automatische Füllvorgang erneut.

Neben der schwerpunktmäßig auf die Brandbekämpfung ausgelegten Beladung finden sich auf dem TLF auch noch einige Gerätschaften für kleinere technische Hilfeleistungen. Eine großzügige Umfeldbeleuchtung und ein ausfahrbarer Lichtmast sorgen auch bei Dunkelheit für einen sicheren Einsatz. Auf dem Dach kann bei Bedarf mit wenigen Handgriffen ein Wasserwerfer mit einer Durchflussmenge von bis zu 2400 Litern pro Minute und einer maximalen Wurfweite von 75 Metern installiert werden. Er wird über eine feste Leitung, die mit der Pumpe verbunden ist, mit Wasser versorgt. Für den Schaumeinsatz kann mittels D-Schlauch eine Verbindung zwischen Werfer und Schaumitteltank hergestellt werden. Ein tragbarer Stromerzeuger liefert die Energie zum Betrieb der mitgeführten elektrischen Geräte. Zum schnellen Aufbau einer Wasserversorgung verfügt das Fahrzeug über zwei so genannte Ein-Personen-Haspeln, mit denen jeweils 100 Meter B-Schlauch verlegt werden können. Eine vierteilige Steckleiter gehört ebenfalls zur Beladung. Sie ist auf dem Fahrzeugdach untergebracht.

Das TLF 4000  bildet zusammen mit der DLA(K) bei überörtlichen Einsätzen in den Nachbarkommunen eine Einheit. Das Tanklöschfahrzeug übernimmt dann grundsätzlich die Löschwasserversorgung für die Drehleiter. Daneben ist durch die Gruppenbesatzung des TLF auch immer gewährleistet, dass sich ausreichend Atemschutzgeräteträger mit einer Drehleitermaschinistenausbildung als Reserve an der jeweiligen Einsatzstelle befinden, was häufig bei länger andauernden Einsätzen ein Vorteil ist.

Technische Daten

 

Fahrzeugart

Tanklöschfahrzeug

Kurzbezeichnung

TLF 4000

Besatzung

1/8/9 (Gruppe)

Kfz-Kennzeichen

AUR-F 8710

Funkrufname

Florian Aurich 24-26-2

Fahrgestell

MAN TGM 18.340

Aufbau

Rosenbauer

Baujahr

2014

IMG_6767_1 (Medium)

© Copyright 2002-2017  Freiwillige Feuerwehr Wiesmoor. All rights reserved. Site created by Feuerwehr Wiesmoor Homepage Team.

Webbanner_155x55
Facebook Banner

 

Unbenannt2
Unbenannt3