Die Geschichte der Feuerwehr Wiesmoor

Am 22. Februar 1930 wurde die Freiw. Feuerwehr Wiesmoor offiziell gegründet. Der Feuerschutz in Wiesmoor wurde allerdings schon im Jahre 1911 durch das Personal des im Jahr 1906 gebauten Kraftwerkes sichergestellt. Ihnen stand damals eine Handdruckspritze zur Verfügung, die im Gerätehaus des damaligen Gutsbezirks Friedeburger Wiesmoor auf dem Grundstück der Tischlerei Poethe (heute Reifendienst Hofdmann) untergebracht war.

                                         Bild: Feuerwehr Wiesmoor
 

Zur Gründungsversammlung am 22.02.1930 waren 41 Wiesmoorer erschienen. Als, wie es damals hieß, Feuerwehrhauptmann, wurde Johannes Aper eingesetzt. Für die Uniformen mussten sie selber aufkommen, sie wurden in Monatsraten zu 2 Reichsmark in den nächsten drei Jahren abgestottert. Feuer -und Übungsalarm wurde durch Rad und Motorradfahrer gegeben, die kräftig ins Horn zu stoßen hatten. Im Ernstfall löste die Dampfsirene des NWK - Kraftwerkes Feueralarm aus.

In den ersten zwei Jahren seines Bestehens gehörte die Wehr dem Löschverband Horsten zusammen mit den Gemeinden Friedeburg, Horsten und Marx an. (Heute Gemeinde Friedeburg, LK -Wittmund). Die Wiesmoorer betreuten auch die Orte Wiesederfehn, Mullberg, Wiesede, Upschört und Bentstreek. Die Handdruckspritze, die vom Kraftwerk übernommen worden war, wurde am 16. März 1932 durch einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA) mit Magirus TS 8 von der Lieferfirma Meyer-Hagen ersetzt. Da kein Zugfahrzeug hierfür vorhanden war, wurde einen Monat später ein gebrauchter LKW für 180 RM angeschafft, und durch die Feuerwehrkameraden und Hilfestellung der NWK zum Feuerwehrfahrzeug umfunktioniert (Schon damals ging nichts ohne Eigenleistung).Malermeister Harms streicht das Fahrzeug für 80 RM.

 
                              Tragkraftspritzenanhänger (TSA) der Feuerwehr Wiesmoor. Bild: Feuerwehr Wiesmoor

 

Auf der Kommandositzung am 11.06.1932 wurde beschlossen, bei Kommandositzungen je Teilnehmer ein großes Bier aus der Kasse zu zahlen. Es war die Zeit der hohen Arbeitslosigkeit und der Notstandsarbeiten. Da der neue Tragkraftspritzenanhänger in einem Schuppen bei der Moorquelle (späteres Fernsehgeschäft Eilers ) untergebracht war und der LKW privat untergebracht werden musste, wurde bei der Gemeinde am 19. August 1932 eine Klärung der Frage verlangt, wer den jetzt für die Haltung und Kosten einer Feuerwehr aufkommt. Die Gemeinde war nach Klärung der Sachlage bereit jährlich 200 RM zur Verfügung zu stellen, mit der Auflage die Wehrführung in andere Hände zu legen. Am 13.01.1933 wurde Fritz Plackhüter zum Wehrführer gewählt und blieb in diesem Amt bis zum November 1949.

Am 07.03.1933 wurde von der Gemeinde Wiesmoor durch den damaligen Bürgermeister Bargmann das Spritzenhaus am Schweizer Weg, (Heute Mullberger Straße), welches, wie bereits am Anfang erwähnt, auf dem Gelände der Tischlerei Poethe stand, von der Gemeinde erworben. Es diente bis dahin nicht nur als Unterkunft der Gerätschaften der Feuerwehr, sondern auch als Notgefängnis (es hatte vergitterte Fenster) und teilweise auch als Leichenhalle. Nach dem Erwerb wurde von dieser Nutzung kein Gebrauch mehr gemacht und man verlängerte das Vorhandene Gebäude, um jetzt das offene Mannschaftsfahrzeug und den Anhänger unterbringen zu können. Es konnte am 28.06.1934 von der Feuerwehr endgültig seiner Bestimmung übergeben werden.

Ab dem 01.04.1935 nannte man sich Feuerlöschpolizei und es wurde die noch heute Verwendung findende „Dreiteilung des Löschangriffs" eingeführt. Dies bedeutete, es gab nicht mehr die Bezeichnungen Spritzen, Steiger und- Wassermannschaft, sondern die des Melders, Maschinisten, Angriffs- Wasser und Schlauchtrupps.

1936 wurde eine zweite TS 8 und zusätzliches Schlauchmaterial angeschafft und auf dem Mannschaftswagen untergebracht um über längere Strecken Wasser fördern zu können. Während eines Feuerwehrtreffens in Wiesmoor im März 1936 kam es zu einer Explosion eines Trafos innerhalb des Kraftwerkgeländes und es wurde Großalarm gegeben und auch alle an dem Treffen teilnehmenden Wehren wurden eingesetzt. Nach massiven Schaumeinsatz der Wilhelmshavener Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden.

                                          Bild: Feuerwehr Wiesmoor
 

Am 20. und 21. Juni 1936 nahm man mit 5 Kameraden am Feuerwehraufmarsch in Celle teil. Erst 1942, also mitten im Krieg, bekam die Wehr ein LF 8-TSA (damals LLG=leichtes Löschgruppenfahrzeug) zum Preis von 10.900 RM zugeteilt. Dies Fahrzeug versah seinen Dienst bis Ende 1969. Die erste Tragkraftspritze und der dazugehörige LKW wurden dem Feuerlöschverband Wiesede zur Verfügung gestellt.

Da im Zweiten Weltkrieg wie in allen anderen Wehren Männermangel herrschte, wurden auch hier Frauen ausgebildet und eingesetzt. Das Feuerwehrhaus erhielt 1944 einen Bombentreffer, das Löschfahrzeug blieb fast unbeschädigt und wurde fortan im Heuschuppen der Moorveraltung untergebracht. 1945 bemächtigten sich die Besatzungstruppen des Fahrzeugs, bis es von einigen mutigen Wehrmännern „sichergestellt" und auf dem NWK - Gelände unter einer Torfmiete versteckt wurde. Ab 1949 wurde auch der Bezirk der Gemeinde Voßbarg betreut, da sich diese Wehr aufgelöst hatte.

Als 1951 die Großgemeinde Wiesmoor entstand, kam die Gemeindefeuerwehr zum Feuerwehrverband des Landkreises Aurich, Kreisbrandmeister war damals Onneken aus Westgroßefehn. Ehme Heuermann bekleidete von 1949-1952 das Amt des Gemeindebrandmeisters. 1954 erhielt die Wehr eine neue TS 8 von Magirus mit VW-Motor (diese wurde erst 1992 durch eine TS 16/8 mit E-Start ersetzt). Im nächsten Jahr konnte die Wehr ihr 25-jähriges Bestehen feiern, während bis dahin nur zehn Löschwasserbrunnen als größere Wasserentnahmestellen neben den Kanälen zur Verfügung standen, wurde 1956/57 in Wiesmoor die Wasserleitung verlegt. Von nun an gab es auch Hydranten.

 
                                         Bild: Feuerwehr Wiesmoor

1958 trafen die ersten beiden Preßluftatmer ein. Zu dieser Zeit dichtete der Feuerwehrmann Willi Eyhusen ein Feuerwehrlied, welches heute noch oftmals gesungen wird. Man gehörte 1959 bereits zur Kreisfeuerwehrbereitschaft im Landkreis Aurich, konnte an Übungen aber nicht teilnehmen, weil ohne das  Fahrzeug ein Feuerschutz in Wiesmoor nicht gewährleistet werden konnte. Durch die Feuerwehr wurde ein Antrag auf ein zweites Löschfahrzeug gestellt und auf ein neues Gerätehaus um diese beheizt unterbringen zu können.

Am 05. März 1962 konnte ein neues modernes Feuerwehrhaus hinter dem Hotel Christophers (heute Hotel Auerhahn) bezogen werden. Es verfügte über 2 Stellplätze die von beiden Seiten mit Toren versehen waren, sowie über einen großen Versammlungsraum, einer Werkstatt und einer Gerätewartwohnung. Auch wurde es mit einem Fernsprechanschluss versehen und die Alarme wurden vom Gerätewart Hinrich Hinrichs oder seiner Ehefrau angenommen und dann die Sirene ausgelöst. In diesem Jahr übergab der seit 1952 amtierende Gem.BM Friedrich Bruns sein Amt an Gerhard Knoche, bis dieser es aus gesundheitlichen Gründen im Juni 1970 abgab.

1964 erhielt die Feuerwehr Wiesmoor, es war die erste Amtshandlung des damaligen Kreisbrandmeisters Hermann Schmidt aus Haxtum, ein neues TLF 16-T mit Mercedes Allradfahrgestell und Aufbau der Firma Bachert.
 
Erstes Tanklöschfahrzeug (TLF 16 T) der Wiesmoorer Wehr auf MB LAF 1113 mit Bachert – Aufbau, Baujahr 1964. Bild: Feuerwehr Wiesmoor

 

Gleichzeitig wurden zwei weitere Atemschutzgeräte und für beide Fahrzeuge eine Ausrüstung zum Erzeugen von Schwerschaum beschafft. Nach 1936 kam es am 23.06.1966 während der Abrissarbeiten des Torfkraftwerkes der Nordwestdeutschen Kraftwerk (NWK) wiederum zu einem Großbrand. In einem Zeitungsbericht vom 24.06.1966 hieß unter anderem: „Zwar mit Umsicht, aber relativ geringer Aufregung ging man gestern in der Großgemeinde Wiesmoor einem Brand zuleibe, der gegen 13 Uhr in der alten Torfförderungsanlage des Nordwestdeutschen Kraftwerke im Betriebsgelände an der Bundesstraße 436 ausgebrochen war. Das etwa 100 m lange Gebäude, welches an das Kesselhaus angrenzt, befindet sich seit zwei Tagen im Abbruch. Dabei wird es vermutlich durch Schweißarbeiten zu einem Funkenflug gekommen sein, der die nicht eben geringen Reste von Torfmull im Dachgeschoss des langen Gebäudes sofort in Brand setzte."
 
Auf dem Bild sind die Ausmaße des Feuers sehr gut zu erkennen. Der ganze Dachstuhl wurde auf über 100 m Länge ein Raub der Flammen. Bild: Feuerwehr Wiesmoor

1969 wurde der Fuhrpark um einen Pulverlöschanhänger PLA 250 von der Firma Minimax erweitert, unter anderem weil das alte Kraftwerk durch ein neues Gasturbinenkraftwerk ersetzt worden ist.

 



 
                                                           PLA 250 von der Firma Minimax. Bild: Feuerwehr Wiesmoor
 
Die Anschaffung eines LF 16 wurde angestrebt, aber Aufgrund der hierfür erforderlichen Fahrerlaubnis der Klasse 2 wieder verworfen. Im Februar 1970 konnte der Wehr ein LF 8 schwer als Ersatz für das aus dem Jahr 1942 stammende Fahrzeug übergeben werden. Das neue LF 8 s war wiederum ein Mercedes Allradfahrgestell mit Bachert - Aufbau und diesmal mit einer Vorbaupumpe ausgerüstet und durfte aufgrund eines Gesamtgewichtes von 7,49 t noch mit dem PKW-Führerschein gefahren werden.

 
                                   LF 8 schwer auf MB LAF 710 mit Bachert – Aufbau, Baujahr 1970. Bild: Martin Röhrig

 
Im Jahr seines 40-jährigen Bestehens konnten 7 Kameraden, die diese Wehr mit ins Leben gerufen haben, anlässlich des am Gründungstages stattgefundenen Kameradschaftsabends für Ihre 40-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Man verfügte 40 Jahre nach Gründung, über ein modernes und geräumiges Gerätehaus, jeweils ein Tanklöschfahrzeug und ein Löschgruppenfahrzeug mit Allradantrieb sowie über einen Pulverlöschanhänger, vier Preßluftatmer und insgesamt 680 m B-Schläuche, sowie 465 m C-Schlauch. 42 aktive und 5 Kameraden der Altersabteilung waren Mitglied dieser Wehr. Bis hier beziehen sich meine Ausführungen aus Zeitungsberichten dieser Zeit, sowie den stichpunktartigen Aufzeichnungen des damaligen Gemeindebrandmeisters Knoche, die er für seine Rede zum Feuerwehrjubiläum 1970 angefertigt hatte.

Im Juni 1970 folgte Gerhard Kruse als Gemeindebrandmeister, unter dessen Führung 1971 die Jugendfeuerwehr gegründet wurde. Nach der Gebiets- und Verwaltungsreform im Land Niedersachsen 1972 trat auch die Löschgruppe Wiesederfehn, die bisher zum Löschverband Wiesede gehört hatte, als selbstständige Einheit der Wiesmoorer Wehr bei. Damit erhielt man 15 Mann Verstärkung, sowie ein TSF auf Ford FK 1000 Fahrgestell, Baujahr 1964 und einen Schlauchanhänger für 300 m B-Schlauch als Eigenbau aus dem Jahr 1968 dazu.

Die Feuerwehr Marcardsmoor kam ebenfalls zur Gemeindefeuerwehr, blieb aber als selbstständige Einheit in ihrem zuvor neu errichteten Feuerwehrhaus. Somit hatte die Feuerwehr Wiesmoor eine Gemeindefeuerwehr und ein gemeinsames Kommando bestehend aus den Gemeindebrandmeistern Marcardsmoor und Wiesmoor, sowie dem Gruppenführer der Ortsgruppe Wiesederfehn. Es wurde im Jahre 1973 beschlossen, die neuen Landesrichtlinien zu verwenden und somit waren die Gemeindebrandmeister jetzt Ortsbrandmeister ihrer Wehren. Gerhard Kruse wurde zum Gemeindebrandmeister beider Wehren gewählt, sein ehemaliger Stellvertreter Theodor Buß wurde fortan Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Wiesmoor.

Auch die Einsatzschwerpunkte wurden aufgeteilt. Die Wehr Marcardsmoor ist seitdem für die Ölbekämpfung auf Gewässern zuständig, die Wiesmoorer für die techn. Hilfeleistung. Auch wurden in dieser Zeit einige neue Geräte beschafft. Nachdem 1972 das TLF bereits mit einem Funkgerät ausgestattet wurde, folgten 1974 auch das LF 8, das TSF und der PKW des Gemeindebrandmeisters Kruse sowie eine Feststation im Feuerwehrhaus. 1975 wurden 10 Funkalarmempfänger zur stillen Alarmierung angeschafft. Auch ein Notstromaggregat, ein Schlauchboot mit Außenbordmotor sowie eine Rettungsschere mit Handbetrieb und ein Greifzug wurden in diesem Jahr auf das TLF verladen. Anlässlich des 45-jährigem Bestehens der Wiesmoorer Wehr und des 70-jährigem Bestehens der Wehr Marcardsmoor wurde gemeinsam das Kreisfeuerwehrverbandsfest des Kreisfeuerwehrverbandes Aurich vom 31.05-01.06.1975 auf dem Marktplatz ausgerichtet.
Fahrzeugbestand 1975.

                                         Bild: Feuerwehr Wiesmoor

 
Das obige Bild zeigt den Fahrzeugbestand der Gemeindefeuerwehr Wiesmoor im Jahre 1975, es wurde anlässlich des Kreisfeuerwehrverbandsfestes 1975 aufgenommen, welches von den Feuerwehren der Gemeinde Wiesmoor ausgerichtet wurde. Es zeigt von links das TLF 16-T (Bj. 1964), LF 8 s (Bj. 1970) das LF 8 der Ortsfeuerwehr Marcardsmoor (MB 608 D-Ziegler, Bj. 1975) sowie das TSF der Ortsgruppe Wiesederfehn (Ford FK 1000, Bj. 1964).

Ende 1975 wurde durch Gem.BM Kruse für einen geringen Betrag eine Arbeitsleiter mit 12 m Steighöhe angeschafft und in einer durch die Feuerwehr selbsterrichteten Behelfsgarage beim Kindergarten nahe der Festhalle untergebracht. Diese zeigte sich für die Feuerwehr zwar bei stetig steigender Geschosszahlen der in Wiesmoor errichteten Gebäude als sehr hilfreich, war jedoch in seiner Bauart nicht sonderlich für den Feuerwehrgebrauch geeignet. Während einer Übungsfahrt hatte sich diese Leiter hinter dem Zugfahrzeug gedreht und war so unbrauchbar geworden. Man überlegte eine fahrbare Drehleiter mit 18 oder 22 m Steighöhe zu beantragen, was aber in Anbetracht der schon damals hohen Kosten nicht zum Tragen kam. 1977 wurde eine Anhängeleiter AL 18 von Magirus angeschafft, die für einen Feuerwehreinsatz geeignet war und sogar über einen Arbeitskorb verfügte.

Es wurde der Wunsch nach einem neuen Feuerwehrgerätehaus laut, in dem auch alle Fahrzeuge untergebracht werden konnten, sowie einige Stellplätze zur Erweiterung bereitstünden. Eine Neuwahl zum Gemeindebrandmeister wurde 1979 notwendig, da sich Gerhard Kruse nicht wieder zur Wahl stellte. Egon Slink wurde zum Nachfolger ernannt und war zum damaligen Zeitpunkt mit 23 Jahren wohl einer der jüngsten Gem. BM in Niedersachsen.

Auch das TSF der Ortsgruppe Wiesederfehn, das hinter dem TLF 16-T und dem LF 8 im Gerätehaus stand, machte vor dem Rost keinen Halt. Es war für die ständig steigenden Anforderungen an die Feuerwehr auch nicht mehr zweckgemäß. 1979 wurde dies Fahrzeug durch ein LF 8 leicht auf Mercedes-Straßenfahrgestell und Aufbau der Firma Ziegler ersetzt. Gleichzeitig wurde eine Magirus TS 8/8 angeschafft. Das TSF wurde für kurze Zeit zum Gerätewagen ausgebaut, d.h. die ebenfalls neu beschafften Hilfeleistungsgeräte wie hydr. Schere und Spreizer kamen zusammen mit dem Notstromaggregat auf den Schlitten der TS und würde in der heutigen Zeit als eine Art „Vorausgerätewagen" bezeichnet werden.
 
                                         Bild: Feuerwehr Wiesmoor

Es war geplant ein größeres Stromaggregat zu beschaffen, doch man wurde auf eine Anzeige der Berufsfeuerwehr Lübeck aufmerksam, in der ein Rüstkranwagen RKW 10 ausgemustert wurde und zum Verkauf stand. Die Wiesmoorer bekamen den Zuschlag und das 18 Jahre alte Fahrzeug wurde dort abgeholt. Alle Geräte aus dem Gerätewagen wurden umgeräumt ohne das dieser innerhalb der letzten 3 Monate einsatzmäßig gebraucht wurde. Es wurde mit der Ausbildung auf dem „neuen" Fahrzeug begonnen und man konnte im Februar 1980 Einsatzbereitschaft bei der Zentrale in Aurich melden. Er war jetzt, neben den beiden kreiseigenen, der dritte Rüstwagen im Landkreis Aurich und kam auch in den Nachbargemeinden zum Einsatz.

Die Pläne für das neue Feuerwehrhaus waren fertig und das Grundstück hierfür zugewiesen. Im März 1981 wurde mit den ersten 6 Fahrzeughallen begonnen, die zum Herbst bezogen werden konnten. Der Dienstbetrieb fand zu der Zeit zwischen Oktober und April im alten Gerätehaus am Krokusweg und von April bis Oktober im Neubau an der Hauptstraße statt. Die Maschinisten hatten im Winterhalbjahr die Fahrzeuge zum Dienst am Krokusweg mitzubringen und später wieder zurückzufahren, da es im Neubau noch keinen Unterrichtsraum gab, der beheizbar war.
 
                                         Feuerwehrhaus an der Hauptstraße. Bild: Feuerwehr Wiesmoor
 

In den Sommermonaten diente die heutige Werkstatt als Unterrichtsraum. Die Finanzierung des Zweiten Bauabschnitts zog sich bis 1983 hin, doch nachdem das Haus am Krokusweg verkauft war und die Mannschaft den Erweiterungsbau in Eigenleistung erstellte, konnte im August 1984 das Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben werden. Aus dem Erlös anlässlich der Einweihung wurde ein gebrauchter Passat Variant angeschafft und zum Einsatzleitwagen umgebaut. Das alte TSF der Ortsgruppe Wiesederfehn wurde kurz vor dem Umzug zum Schrotthändler verbracht.

Ende 1984 gab Egon Slink sein Amt aus beruflichen Gründen an Johann Behrends ab, der dieses Amt bis 2005 ausführte, und somit die längste Dienstzeit als Gemeindebrandmeister verzeichnen kann. Im Jahr 1985 erreichte der Orts.BM Theodor Buß die Altersgrenze und übergab sein Amt an seinen langjährigen Stellvertreter Johannes Schoon.

Nachdem die Unterbringung der Fahrzeuge gewährleistet war, machte sich doch auch bemerkbar, wie diese unter der langen ungeheizten Unterbringung gelitten hatten. 1989 konnte aber schon das TLF aus dem Jahre 1964 nach 25 Jahren durch ein modernes TLF 16/25 mit Staffelbesatzung ersetzt werden. Diesmal kam ein MB-Allradfahrgestell mit Ziegler-Aufbau in den Fahrzeugpark. 1991 wurde als ELW ein gebrauchter VW-Bus angeschafft und selbst ausgebaut. Zur schnelleren Belüftung von Gebäuden bei Gebäudebränden wurde 1992 ein Hochdrucklüfter beschafft. 1995 wurde das mittlerweile 33 Jahre alte Rüstkranfahrzeug durch einen RW 2-Kran auf MB-Allradfahrgestell und einem Rosenbauer-Aufbau ausgetauscht. Das alte Fahrzeug wurde aber als Oldtimer erhalten.

In diesem Jahr wurde auch der Katastrophenschutz im Regierungsbezirk Weser-Ems neu geordnet und unsere Feuerwehr bekam aus BUND-Beständen ein 6 Jahre altes LF 16-TS zugeordnet. 1996 folgte ein weiteres, bereits 14 Jahre altes LF 16-TS als sogenannter Platzhalter für ein noch anzuschaffenden SW 2000-Tr. Welches aus Sparmaßnahmen des Bundes bis heute nicht stattgefunden hat.

 
                                          Löschgruppenfahrzeug 16-TS. Bild: Martin Röhrig
 

Im Jahre 1999 wurde ein Antrag auf einen neuen ELW 1 gestellt, da das mittlerweile 12 Jahre alte Fahrzeug doch einige Reparaturen hatte die den Wert übersteigen würden. Mit einem nicht unerheblichen Zuschuss des im Jahre 1996 gegründeten Fördervereins konnte ein Neues bereits farblich und sitzmäßig vorbereitetes VW-LT-Fahrgestell im April 2000 angeschafft werden und durch einige Kameraden innerhalb von zwei Wochen zum ELW nach neuesten Richtlinien ausgebaut werden. Alle Zubehörteile wurden, wie z.B. die RTK - Anlage, Frontblitzer und Regale, neu angeschafft oder aus dem Vorgänger entnommen. Ebenfalls wurde ein neues leistungsfähigeres Hydraulikaggregat nebst Schere, Spreizer und Hydraulikstempeln angeschafft um bei Verkehrsunfällen auch bei den immer stabiler werdenden Fahrgastzellen effektiv und schnell helfen zu können.

Neben den Fahrzeugen wurde auch in den letzten Jahren fast alle Atemschutzgeräte ausgetauscht, ein Maskenreinigungs- und Prüfgerät beschafft und eine Atemschutzwerkstatt im Dachgeschoss mit Trockenschrank usw. eingerichtet. Ebenfalls verfügt die Feuerwehr seit 1990 über 4 Chemikalienschutzanzüge und seit 1999 auch über einen hierfür hergerichteten Anhänger mit Vorzelt. Auch die Jugendfeuerwehr verfügt seit 1999 über einen eigenen Mannschaftstransportwagen, den sie vom Roten-Kreuz übernommen hat und in Eigenleistung vom KTW zum MTF umgebaut wurde.

                                        Mannschaftstransportwagen der Jugendfeuerwehr. Bild: Martin Röhrig
 

Das Gelände am Feuerwehrhaus wurde 1998 um einen befestigten Übungshof und einer Doppelgarage in Fertigbauweise erweitert. Hier findet der 1994 aus NVA-Beständen übernommene Feldkochherd seinen Stellplatz ebenso wie ein schon 1989 von einem Kameraden gebauter Transportanhänger zu Nachschub und Versorgungszwecken.

Im Februar 2001 wurde der Gemeinde eine DLK von der Stadt Leer angeboten. Nach Besichtigung des 28 Jahre alten Fahrzeugs wurde es von der Gemeinde gekauft. Eine Grundüberholung des Leiterparks war im Jahre 1997 durchgeführt worden, es mussten lediglich am Motor einige Reparaturen erledigt werden. Um das Fahrzeug im Feuerwehrhaus unterbringen zu können entschloss man sich, das LF 8 aus 1979 und die Anhängeleiter zu verkaufen. Auch hier konnte nach kurzer Einweisung und etlichen Sonderdiensten das Fahrzeug für den Einsatz freigegeben werden.

Im Juni 2001 wurde auch der noch aus Wiesederfehn stammende Schlauchanhänger durch einen neuen, diesmal mit 400 mit B-Schlauch, verteilt auf 4 Haspeln, sowie 300 m B-Schlauch in Buchten bestückten Anhänger ersetzt. Um nicht mehr nach Einsätzen nach Aurich zur Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) fahren zu müssen, um Atemluftflaschen zu tauschen, wurde ein Atemluftkompressor mit Füllleiste für 2 x 200 bar und 2 x 300 bar Flaschen angeschafft.

Das Haushaltsjahr 2002 stand ganz im Sinne der persönlichen Sicherheit unserer Feuerwehrkameraden. Es wurden neue Feuerwehrüberjacken, die dazugehörenden Schutzhandschuhe, sowie Atemschutzüberwachung-stafeln und Totmannmelder für den Einsatz unter schwerem Atemschutz angeschafft. Ebenso eine Schleifkorbtrage und ein Rollgliss für die Drehleiter.

Mit Jahresbeginn 2003 wurde mit dem Bau einer ebenerdigen Atemschutzwerkstatt hinter dem Einstellplatz des ELW begonnen. Des Weiteren wurde hier auch ein Lagerraum für die Zelte der Jugendfeuerwehr, Tische und Bänke eingerichtet und die sanitären Anlagen erweitert. Wie in Wiesmoor gewohnt natürlich wieder in Eigenleistung. Ende Januar 2003 wurde das LF 8 aus dem Jahr 1970 durch den TÜV stillgelegt, somit ist die Feuerwehr zurzeit ohne eigenes Löschgruppenfahrzeug. Nachdem eine Abordnung der Feuerwehr zusammen mit dem Kreisschirrmeister und dem zuständigen Amtsleiter mehrere gebrauchte LF 16 besichtigt hatte und diese Regelung nicht in Frage kam, hat der Rat bzw. zuständige Ausschuss am 09.04.2003 den Beschluss gefasst, ein neues LF 16/20-TS zu beschaffen.

Im Oktober 2003 übernahm Uwe Bohlen das Amt des Ortsbrandmeisters vom Kameraden Johannes Schoon, der nach 12 Jahren als stellvertretender Orts. BM und 18 Jahren Tätigkeit als Ortsbrandmeister zum Ehrenbrandmeister der Ortsfeuerwehr Wiesmoor ernannt wurde. Da unser LF 8 bis zu seiner Stilllegung auch für die Beseitigung von Ölspuren und kleineren Ölschäden ausgerüstet war, wurden diese Gerätschaften jetzt in einem offenen Pkw-Anhänger mehr oder minder gut untergebracht. Da auch in dem neu zu Beschaffenden Löschgruppenfahrzeug LF 16/20-TS kein Platz für diese Geräte vorgesehen wurde, weil das Fahrzeug bei Beseitigung von Ölschäden nach Verkehrsunfällen auf Grund seiner Größe die Einsatzstelle nur schwer erreichen könne, wurde vom Verfasser dem Ortskommando vorgeschlagen hierfür einen eigens ausgerüsteten Kleintransporter anzuschaffen und anschließend mit der Ausführung dieses Unternehmens beauftragt.

Im Januar 2004 wurde durch den Förderverein ein gebrauchter Klein-LKW von einem benachbartem  Bauunternehmen erworben und in dessen Werkstatt in den folgenden drei Monaten durch einige Kameraden mit weiterer Sponsorenunterstützung und aus Mitteln des Fördervereins zum Gerätewagen Nachschub GW-N umgebaut. Es handelt sich hierbei um einen VW-LT 40 mit Doppelkabine und einer Ladefläche mit Plane und Spriegelgestell. Dieses Fahrzeug wird auch bei Brandeinsätzen zur Versorgung von Einsatzkräften mit Atemluftflaschen und Schläuchen, sowie auch für die Jugendfeuerwehr eingesetzt, da bei Übergabe des Fahrzeuges aus Platzgründen das inzwischen 25 Jahre alte MTF der Jugendabteilung diesem Fahrzeug weichen musste.

Am 04.05.2004 übernahmen wir im Werk Weisweil der Magirus – Brandschutztechnik unser neues Löschgruppenfahrzeug LF 16, welches in Wiesmoor mit einem großen Bahnhof am hiesigen Vertriebsstützpunkt im Gewerbegebiet Hinrichsfehn durch die daheimgebliebenen Kameraden und Teilen der Bevölkerung empfangen wurde.


                                          Das neue Löschgruppenfahrzeug. Bild: Martin Röhrig
 

Diesmal wurde ein Daimler-Chrysler Allrad Fahrgestell 1325 AF „ATEGO" mit einem Aufbau der Firma MAGIRUS in Dienst gestellt. Nach Komplettierung der Beladung wurde sich in etlichen Sonderdienststunden unterhalb der Woche mit der Handhabung des Neuen Fahrzeuges vertraut gemacht und es konnte anlässlich des am 16.Mai stattgefundenen Gemeindefeuerwehrtages in Marcardsmoor offiziell übergeben werden. Zur Erweiterung des Fuhrparks trug ein ebenfalls durch den Förderverein gebraucht beschaffter Schaum-/ Wasserwerfer der Marke ALCO auf einem Einachsanhänger-Fahrgestell bei, welcher bei Bränden an größeren Objekten den Löscherfolg sicherstellen und dessen Ausbreitung verhindern helfen wird.

Auf der Quartalsversammlung am 02.Juli 2004 teilte der amtierende Gemeindebrandmeister Johann Behrends der anschließend sichtlich bewegten Versammlung mit, das er zum Ende des Jahres 2004 sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen wolle. Am 29.01.2005 wurde er im Rahmen einer großen Feierstunde als langjähriger Gemeindebrandmeister zum Ehrenbrandmeister der Gemeinde Wiesmoor ernannt, sowie durch den stellv. Kreisbrandmeister mit der Ehrennadel der Ostfriesischen Feuerwehren für seine Leisten um die Feuerwehr geehrt. Zuvor wurde er in einem Korso aller Feuerwehrkameradinnen- und Kameraden der  Gemeindefeuerwehr Wiesmoor mit ihren Fahrzeugenunter Begleitung der Moormusikanten von zuhause abgeholt. Im Januar 2005 wurde auf Beschluss der Orts.BM und deren Stellvertreter und Zustimmung des Rates der Gemeinde, der langjährige Schriftführer der Wehr Wiesmoor Henry Herten als sein Nachfolger in das Amt eingeführt.

Am 22.02.2005 konnte die Ortsfeuerwehr Wiesmoor, die 1981 als eine von vier zur Schwerpunktfeuerwehr im Landkreis Aurich eingestuft wurde, auf seine 75-jährige Geschichte zurück blicken. Im Jubiläumsjahr 2005 verfügt die Wehr Wiesmoor über 8 Fahrzeuge (hier sind zwei Fahrzeuge des Bundes inbegriffen) und 5 Anhängerfahrzeuge. 67 aktive Mitglieder stellen den Brandschutz und den Schutz der Bevölkerung der Großgemeinde Wiesmoor sicher. Hierbei werden sie von 26 Mitgliedern der Jugendabteilung unterstützt. 14 Kameraden gehören der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr an.

Nach einer Überprüfung unseres Feuerwehrgerätehauses durch die Feuerwehrunfallkasse Ende 2004 wurde die Unterbringung unserer Einsatzkleidung in den Spinden hinter den Fahrzeugen dahingehend bemängelt, dass diese vor den Dieselemissionen der ausrückenden Feuerwehrfahrzeuge nicht geschützt wären. Die Gemeinde sah sich in der Pflicht diesen Mangel umgehend durch die Installation einer den neuesten Bestimmungen entsprechenden Abgasabsauganlage für alle 8 Fahrzeuge zu beseitigen. Zusammen mit dem fertig gestelltem Anbau, sowie der bei dieser Gelegenheit mit durch geführten Grundrenovierung der elektrischen Gebäudeinstallation und der farblichen Neugestaltung der Fahrzeughalle konnte diese im April 2005 seiner Bestimmung offiziell übergeben werden.

Des Weiteren wurden im Jahr 2005 neue Überhosen für den Einsatz bei Bränden angeschafft. Somit sind wir zurzeit im Landkreis Aurich führend was den Bestand der vorgeschriebenen Einsatzkleidung betrifft. Auch wurden weitere Totmannmelder für die Atemschutzgeräteträger angeschafft, als auch der Bestand an 2-m-Band Funkgeräten für die Kommunikation an den Einsatzstellen erweitert. 

Durch den Orts BM Uwe Bohlen wurde angeregt eine First-Responder-Gruppe ins Leben zu rufen, die vorrangig für die Erstversorgung von Verletzten bei Einsätzen fachgerecht betreuen und ausführen sollte, als auch zur Unterstützung der allgemeinen Rettungsdienste eingesetzt werden könnte. Es wurde zu diesem Zweck vom Förderverein ein AED-Gerät, welches zur Vitalwertüberprüfung und evtl. notwendigen Wiederbelebung auch durch Laien konzipiert ist, eine Notfallrucksack mit dem hierfür erforderlichem Gerät und Zubehör und eine Schaufeltrage angeschafft. Ebenso wurde eine entsprechende Ausbildung der Kameraden durch den Förderverein ermöglicht.

Im Sommer 2006 war man damit beschäftigt sich nach geeigneten Nachfolgemodellen für die 2001 angeschaffte Drehleiter zu erkundigen. Schließlich und endlich entschied man sich für eine DLK 23/12 Vario, die uns von Magirus in Ulm angeboten wurde. Diese lief vorher in Gelsenkirchen und wurde durch Magirus in Zahlung genommen. Das Fahrzeug aus dem Jahr 1989 wurde im Werk grundlegend überholt inkl. aller Hydraulikleitungen, Seile usw. und bekam einen festen 3-Mann-Stülpkorb aus der neueren Generation. Der Korb hatte diesmal auch die Aufnahmemöglichkeit für die Krankentrage, den Wasserwerfer, die Beleuchtung und verfügt über einen Stromanschluss im Korb und hatte einen 5 kVA-Stromerzeuger.
 

                                         Bild: Iveco Magirus
 

Am 02.12.2006 wurde das Fahrzeug durch eine Delegation der Feuerwehr im Werk Ulm übernommen und nach Wiesmoor überführt. Das alte Drehleiterfahrzeug wurde an einen Sammler veräußert.

Der Rüstwagen erhielt einen neuen Satz Hebekissen inkl. allem Zubehör als Ersatz für den im Jahr 1977 angeschafften Hebesatz. Das TLF erhielt ein Fog-Nail-System und 4 Atemschutzgeräte wurden zusätzlich angeschafft. Die Atemschutzwerkstatt erhielt einen größeren Maskentrockenschrank und es wurden 26 Funkalarm-empfänger für die Wehren Wiesmoor und Marcardsmoor beschafft.

Nach dem der 2004 durch den Förderverein beschaffte GW-N im Juni 2007 mit einem Motorschaden stillgelegt werden musste, wurde durch die Stadt Wiesmoor im Haushaltsjahr 2008 Mittel zur Beschaffung eines gebrauchten Transporters bereitgestellt. Nach langer Suche entschied man sich für einen 3 Jahre alten Mercedes-Sprinter mit Schiebeplanenaufbau und einer Ladebordwand. Dies Fahrzeug wurde, wie schon so oft gemacht, wieder in Eigenleistung zum Gerätewagen-Logistik umgerüstet.

                                          Bild: Martin Röhrig
 

Das Fahrzeug wurde komplett zerlegt, neu lackiert und beklebt, erhielt rote Schiebeplanen, eine RTK-Anlage und zusätzlich eine Martinhornanlage sowie Frontblitzer. Die Abnahme der heckseitigen gelben Warnanlage verzögerte die TÜV-Abnahme und somit auch die in Dienststellung des Fahrzeuges um fast einen Monat. Aber im April 2009 konnte das Fahrzeug endgültig zugelassen und in den Einsatzdienst geschickt werden.

Im Oktober 2009 löste Uwe Behrends nach fast einstimmiger Wahl Uwe Bohlen als Ortsbrandmeister ab, der sich nicht wieder zur Wahl gestellt hatte.
 
                           (v.l.n.r.) Bürgermeister Alfred Meyer, Uwe Behrends und Uwe Bohlen. Bild:Unbekannt
 

Im Jahr 2010 wurde für die Drehleiter ein neues 8 kVA-Stromaggregat beschafft.  Aufgrund der immer sicherer werdenden Fahrgastzellen von PKW und LKW erhielt der Rüstwagen einen neuen leistungsfähigeren Hydrauliksatz, bestehend aus 3 Telekopierbaren Rettungszylindern, einem Spreizer SP 60, einer Rettungsschere mit 107 to. Schneidkraft und einem Pedalschneider. Zusätzlich wurde ein Glasmanagementkoffer und ein Haligantool angeschafft.

Der „alte" Rettungssatz wurde auf Single-Kupplungen umgestellt und mit den 3 doppeltwirkenden Rettungszylindern zusammen auf das LF 20 verladen. Hierzu wurden noch ein Pedalschneider, ein Glasmanagementkoffer, ein Haligantool, 2 Unterschiebblöcke und 2 Airbagsicherungen angeschafft um aus dem LF 20 ein HLF 20 machen zu können. Aus der Atemschutzwerkstatt wurde ein zu klein gewordener Maskentrockenschrank, ein Ultraschallreinigungsgerät und ein Maskenprüfgerät veräußert und hierfür zwei Pufferflaschen zum Füllen der Atemluftflaschen installiert.

                                         Der "alte" Rettungssatz mit Singelkupplung. Bild Jan-Marco Bienhoff

 

Weiterhin wurden für die Atemschutztrupps 7 weitere 2-m-Band-HFG beschafft und zwei Atemschutzgeräte ausgetauscht. Für die wasserführenden Fahrzeuge der Stadtfeuerwehr wurden insgesamt drei Mittelschaumpistolen angeschafft und die Funktionswesten, wie für die niedersächsischen Feuerwehren vorgeschrieben, eingeführt. Beim TLF wurde die veraltete Schaumausrüstung in C-Ausführung gegen die normmäßige B-Ausführung ersetzt und der Beleuchtungssatz ergänzt.

In Eigenleistung wurde für den GW-L1 Gitterboxen für Beleuchtung (bestehend aus 5-kVA-Stromerzeuger, mehreren Stativen und Scheinwerfern), Abstützung (bestehend aus Rüsthölzern, Bauklammern, Baustützen usw.) und eine TS 8/8 fest auf eine Palette montiert, als Beladungsergänzung zusammengestellt.
 

Unser Schulungsraum wurde, wie schon 2 Jahre zuvor der Unterrichtsraum der Jugendfeuerwehr, mit einem Beamer und elektr. Leinwand ausgestattet.

 

Mit Ablauf des Jahres 2010, also 80 Jahre nach Gründung der Wehr, verfügen wir über 7 eigene Fahrzeuge und ein Fahrzeug des Bundes, sowie über 4 Anhängerfahrzeuge.
Der Mitgliederbestand betrug 77 aktive, davon 3 weibliche, 18 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, hiervon eins weiblich und 15 Kameraden in der Altersabteilung.
Zum Ende des Jahres 2010 hatte der antierende Stadtbrandmeister Henry Herten seinen Dienstposten aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Als Nachfolger wurde der Ortsbrandmeister Uwe Behrends gewählt, ihm folgte der bisherige Zugführer Karlheinz Bienhoff als Ortsbrandmeister. Beide Kameraden übernahmen ihre Ämter zu Jahresbeginn 2011.

Anfang 2011 konnten wir für unseren Aufenthaltsraum 50 neu gepolsterte Stühle übernehmen und der Schulungsraum wurde mit 20 neuen klappbaren Tischen ausgestattet, ebenfalls wurden die Innentüren im Sozialtrakt und die Aussentüren erneuert. Die im Erdgeschoss untergebrachte Kleiderkammer zog ins Dachgeschoß um, hier stehen jetzt zwei große Räume mit Einbauschränken zur Verfügung. Auch wurden im Dachgeschoß die Sanitären Anlagen der Jugendfeuerwehr vervollständigt, da diese bereits aus über 32 Mitgliedern besteht und ein Archiv für die Feuerwehr geschaffen. Die Fahrzeughalle wurde mit 7 neuen elektrisch angetriebenen Sektionalutoren ausgestattet, die jetzt von zentraler Stelle oder per Fernbedienung im Fahrzeug geöffnet und geschlossen werden können.

Für die Atemschutzwerkstatt wurde Anfang 2012 ein neues Prüfgerät beschafft, welches jetzt vollautomatisch arbeitet und mit PC-Unterstützung und Barcodeleser ausgestattet ist.

Unsere Ausrüstung wurde um eine neue TS 2/5 nebst Zubehör erweitert und es wurden unsere Gerätschaften zur Abwehr gefährlicher Stoffe erheblich ergänzt.

Die Feuerwehren der Stadt Wiesmoor haben im Jahr 2012 einen Fahrzeugbedarfsplan für die nächsten Jahre aufgestellt und  der Verwaltung und dem Stadtrat vorgestellt. Dieser Plan wurde in die langfristige Finanzplanung der Stadt eingebracht und soll entsprechend in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Als erstes wurde als Ersatz für das TLF 16/25 aus dem Jahr 1989 ein TLF 4000 mit Gruppenbesatzung ausgeschrieben welches Ende 2013 ausgeliefert werden soll.

Der Erweiterungsbau mit 3 Fahrzeugstellplätzen, Werkstatt sowie Schlauch und Gerätelager ist für das Jahr 2014 vorgesehen. Auch soll in dem Jahr ein neuer ELW angeschafft werden.
Viele Bürger und Firmen unterstützen die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Wiesmoor durch Ihre Mitgliedschaft im Förderverein und dabei mit Ihrem finanziellen Engagement oder durch Sachleistungen, wofür Ihnen nicht nur der Dank der Feuerwehr sondern auch der Bevölkerung gebührt.

 

Uwe Behrends, im Januar 2013

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