Ärmelabzeichen der Feuerwehr Wiesmoor

So gut wie alle Berufs-, Werk-, Pflicht- und Freiwillige Feuerwehren in Deutschland besitzen ein eigenes Wappen. In der Regel übernimmt die Feuerwehr das Wappen der entsprechenden Kommune, so auch in Wiesmoor. Es wird oftmals in Form eines Abzeichens z.B. auf dem rechten Ärmel an der Uniform getragen.

Unter Feuerwehrwehrleuten ist das Sammeln dieser so genannten „Ärmelabzeichen“ als Hobby weit verbreitet. Immer wieder erreichen uns daher Anfragen von Sammlern aus dem gesamten Bundesgebiet, die an einem unserer Ärmelabzeichen interessiert sind. Um dem nun Rechnung zu tragen, haben wir für Sie auf dieser Stelle einige Informationen zu unseren Stadtwappen zusammengetragen, um Ihnen dessen Herkunft und Bedeutung etwas näher zu bringen. Außerdem bieten wir Ihnen hier Kontaktadressen von Mitgliedern unserer Feuerwehr an, die ebenfalls das Sammeln von Ärmelabzeichen als Hobby betreiben. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an eine der hier aufgeführten Kontakte.

  • Andreas Röhrig
       
  • Hartmut Ideus (Ortsfeuerwehr Marcardsmoor)
       
  • Lars Schmidt

Barkhahn un Blitz - Das Stadtwappen von Wiesmoor

„Barkhahn un Blitz" – so lautet der oft verwendete plattdeutsche Titel unseres Wappens. Er leitet sich aus den beiden vorhandenen Hauptelementen ab, dem Birkhahn und dem Blitz. Seit  dem 17. Juni 1950 ist es das offizielle Wappen unserer Stadt und auch der Feuerwehr.

Blasonierung

Unter schwarzem Schildhaupt mit einem aus dem linken Schildrand hervorbrechenden goldenen Blitz in Gold ein rot bewehrter, schwarzer Birkhahn. Das Wappen spiegelt die Geschichte der Stadt wider. Der Blitz steht für die elektrische Energie, die im Torfkraftwerk durch die Verbrennung des abgetorften Hochmoores als Energiequelle erzeugt wurde. Untrennbar damit verbunden war die Urbanisierung des unwegsamen Naturraums, in dem zuvor der Birkhahn in großer Zahl beheimatet war.

Die Farben der Stadt Wiesmoor sind grün und gelb und wurden von der Nordwestdeutschen Kraftwerke AG übernommen. Die Flagge der Stadt ist in diesen Farben gehalten, quergestreift und zu gleichen Teilen. Sie wird wahlweise mit oder ohne Wappen verwendet, offiziell jedoch mit.

Der Birkhahn

Der Birkhahn, auch Spielhahn genannt, ist in der Heraldik ein Wappentier. Er ist der männliche Vertreter des Birkhuhnes der Fasanenartigen Hühnervögel. Als gemeine Figur ist seine Darstellung im Wappen wenig abweichend vom realen Tier. Dargestellt wird er balzend, auffliegend oder auf einem Ast (Baum) aufsitzend. Hauptblickrichtung ist heraldisch rechts.

Die Verbreitung als Wappenfigur fällt mit seinem natürlichen Lebensraum zusammen. Eine besondere Symbolik des Birkhahnes ist nicht bekannt. Vorwiegend erfolgt seine Darstellung in der Balzhaltung. Die Farbgebung ist vorwiegend schwarz. Die aufgerichteten Schwanzfedern werden auf der Unterseite in Weiß (Silber) tingiert. Die Gesamtheit der Schwanzfedern beim Birkhahn wird in der Jägersprache Spiel genannt. Die Flügel sind abgespreizt und werden, wie die Bewehrung, anders tingiert. Mindestens die Unterseite ist weiß gehalten. Zur Bewehrung werden der Schnabel, Kamm und die Füße gerechnet.


Folgende Kommunen besitzen den Birkhahn ebenfalls im Wappen:

  • Dellstedt
       
  • Dörpstedt
       
  • Groß Niendorf (Holstein)
       
  • Grünbach (Oberösterreich)
       
  • Hohne, Königsmoor
       
  • Lentföhrden
       
  • Oggelshausen
       
  • Owschlag
       
  • Samtgemeinde Hanstedt
       
  • Stemmen (Landkreis Rotenburg)
       
  • Twist (Emsland)
       
  • Wesendorf
       
  • Gemeinde Hopsten Wappentier des Ortsteils Halverde

Der Blitz – Er symbolisiert die elektrische Energie aus dem alten Torfkraftwerk

Das Kraftwerk Wiesmoor war ein ehemaliges Torfkraftwerk in Wiesmoor, Ostfriesland. Der Bau des Kraftwerkes wurde seinerzeit durch den Geheimrat Dr. Ramm vorangetrieben. Das industrielle Abtorfen war gerade entwickelt worden und er wollte der Moorkolonisierung neue Impulse verleihen und nahm daher Kontakt mit Werner von Siemens auf, der gerade die Kohleverstromung entwickelte. So wurde das Torfkraftwerk entworfen. Es zählte zu den ersten Dampfturbinenkraftwerken Norddeutschlands. Dabei war der Staat für die Torflieferung und die Siemens-Elektrische-Betriebe (SEB) für die Stromerzeugung zuständig. Ab 1926 bis zum Abriss 1965 übernahm die Nordwestdeutsche Kraftwerke (NWK) AG das Wiesmoorer Torfkraftwerk.

Zunächst waren zwei Probleme zu lösen: das erste war, einen tragfähigen Untergrund zu finden und das zweite war der Zugang zu Brauchwasser. Um das zweite Problem zu lösen, begann man 1906 bei Marcardsmoor einen Verbindungskanal von Ems-Jade-Kanal her zu graben. Der so entstandene Nordgeorgsfehnkanal wurde 1922 fertig gestellt. An der Kreuzung zwischen dem Kanal und der Verbindungsstraße Friedeburg-Strackholt (heute: Bundesstraße 436) wurde dann auch das Kraftwerk errichtet. Mit seinem Bau wurde 1907 begonnen und 1909 ging das Werk mit drei Anlagen und 3240 kW in Betrieb. Bis 1921 wurde auf sieben Maschinen und 16 MW erweitert. Schon bald musste auch Kohle über den Kanal angeliefert werden, um die steigende Nachfrage zu befriedigen.

Die SEB übernahmen 1921 das Kraftwerk vollständig, da der Staat sich nicht in der Lage sah, die Torflieferungen weiter durchzuführen. Prompt wurde die Kohlebefeuerung wieder aufgegeben und das Kraftwerk vollständig auf Torf umgestellt, 1925 waren die Umbauten beendet. Das Werk baute nun 120.000 Tonnen Torf ab (vorher: 40.000) und benötigte nun 1,2 Kg/kWh statt vorher 4 Kg/kWh. 1926 wurde das Werk an die Nordwestdeutsche Kraftwerke AG verkauft. Von 1942 bis 1944 wurde das Werk modernisiert und konnte seine Stromproduktion verdoppeln. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Stromproduktion immer unrentabler, da die Moorflächen immer kleiner wurden. Das führte dazu, dass das Werk 1965 geschlossen und abgerissen wurde. Auf dem Gelände befindet sich jetzt der 11.000 m² große Jan-Hinrichs-Park (Jan Hinrichs war ab 1921 Direktor des Torfkraftwerkes).

Das Werk wurde 1966 durch ein Gasturbinenkraftwerk ersetzt. Es hatte etwa die doppelte Leistung aber auch dessen Betrieb endete 1995. Auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerkes mitten im Zentrum von Wiesmoor befinden sich heute die Sparkasse Aurich - Norden sowie ein Bürogebäude mit ca. 2700 m² Nutzfläche, in welchem auch das Rathaus der Stadt untergebracht ist.

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