Brandschutzerziehung

1990 war es, als der damalige Kreisbrandmeister Georg Ideus des Brandschutzabschnitts Süd des Landkreises Aurich davon erfuhr, dass der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen beabsichtigte, in Sachen Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten aktiv zu werden. Es wurde ein entsprechender erster Lehrgang zu diesem Thema in Obernkirchen (Landkreis Schaumburg) am 22. Und 23. 11. 1990 angeboten. Nach Meinung des Abschnittsleiters sollte hierbei der Landkreis Aurich nicht hinten an stehen und so wurde Kamerad Herten telefonisch von diesem Termin in Kenntnis gesetzt und kurzfristig gebeten, an diesem Lehrgang teilzunehmen.


Der Haken hierbei war nur, dass es noch nicht einmal in den einzelnen Feuerwehren bekannt war, dass diese Aufgabe auf die Feuerwehren zu kam. Mit den Worten „was sollen wir Feuerwehren denn noch alles machen?" stieß Kamerad Herten zunächst auf große Widerstände vor allem bei den Gemeinde- und Ortsbrandmeistern der Wehren.

Nach und nach gelang es ihm aber, zumindest in jeder Gemeinde des Landkreises Aurich -Süd einen Kameraden zu finden, der als Ansprechpartner für Schulen und Kindergärten zuständig war. In mehreren Veranstaltungen bildete er diese Kameraden aus. Auch wurden Arbeitsmaterialien angefertigt und angeschafft, die den Kameraden an die Hand gegeben werden konnten.

Lernziel ist es, den Kindern...

  • Den richtigen Umgang mit Zündmittel darzustellen
       
  • Verhaltensweisen bei Bränden zu vermitteln
       
  • Das Brandverhalten verschiedener Stoffe zu erläutern
      
  • Verschiedene Löschmöglichkeiten darzustellen
       
  • Die Feuerwehr und den Rettungsdienst richtig zu verständigen
       
  • Die Ausrüstung der Feuerwehr vorzustellen

Die ersten Schritte

In Wiesmoor hatte Herten es leichter, an die Schulen und Kindergärten heran zu kommen. Als Hauptamtsleiter bei der Gemeindeverwaltung Wiesmoor bestanden bereits beruflich bedingt diese Kontakte. In allen Grundschulen der Gemeinde trug er das Anliegen der Feuerwehr in Gesamtkonferenzen vor und hatte somit auch die Eltern gleichermaßen unterrichtet. Bei den Kindergartenleitungen wurde dieses gerne aufgenommen, denn das Thema Feuerwehr kommt bei den Kindern sehr gut an.

Auch die hiesige Presse nahm interessiert dieses Thema auf und brachte fortan in regelmäßigen Abständen entsprechende Berichte mit Bildern von der Brandschutzerziehung. Nach 10 Jahren Tätigkeit auf Kreisebene gab Kamerad Herten dieses Amt an Kamerad Jan-Dieter Rewerts von der Ortswehr Aurich ab. Auf Gemeindeebene jedoch nimmt er diese Aufgabe weiterhin war. In seinem letzten Bericht anl. der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wiesmoor konnte er berichten, dass die bislang geführte Statistik über Klein- und Entstehungsbrände, die durch Kinderhand verursacht werden, nicht mehr geführt wird, da die Brandschutzerziehung dazu geführt hat, das diese Brände drastisch zurück gegangen sind. Immerhin wurden alleine in Wiesmoor in 10 Jahren 2.800 Kinder mit dem Thema Feuer, Verhalten im Brandfall, Absetzen des Notrufes usw. unterrichtet.

Ansprechpartner

Brandschutzerzieher
Eike van Raden
Hauptwieke II 38
26639 Wiesmoor

Telefon: +49 (0) 15 20 / 366 399 1

Da es sich bei dieser Aufgabe um ein neues Feld der Tätigkeiten der Feuerwehren handelte, sagte Kamerad Herten spontan zu und nahm zusammen mit Kamerad Wilhelm Schmeding von der Freiwilligen Feuerwehr Norden (Brandschutzabschnitt Nord des Landkreises Aurich) hieran teil. Hintergrund für dieses Seminar war, das die Rahmenrichtlinien für das Fach „Sachunterricht" für Grundschulen in Niedersachsen die Behandlung dieses Themenbereiches nicht verbindlich vorsah. Kamerad Herten wurde als so genannter Multiplikator ausgebildet und erhielt vom Abschnittsleiter anschließend die Aufgabe die Schulklassenbetreuer im gesamten Kreisgebiet, also in allen Gemeinden des Abschnitts Süd des Landkreises Aurich auszubilden.

Um aber nicht in den Verruf zu kommen, dass man die Kinder zu potentiellen Brandstiftern ausbilden will, sondern ihnen beizubringen, wie man mit der Gefahr des Feuers umgeht, wollte Herten die Eltern zunächst über dieses Vorhaben informieren. Es wurden alle Eltern der Kindergartenkinder angeschrieben und zu einem Informationsabend ins Feuerwehrhaus eingeladen. Es kamen aber lediglich 12 Eltern, so dass diese Veranstaltung nicht das vermitteln konnte, was gewollt war. So wurde der Weg über die hiesige Presse gewählt. Außerdem wurde auf Elternabende in den Kindergärten von ihm sein Vorhaben vorgestellt. Es kam bei den Eltern letztlich gut an.

In der Zwischenzeit hatte der Bezirksbrandmeister sich mit der Ostfriesisch-Landschaftlichen Brandkasse in Verbindung gesetzt und um Unterstützung bei dieser Tätigkeit gebeten, da es sich um vorbeugenden Brandschutz handelte. Die Brandkasse sagte spontan zu und organisierte fortan Treffen der Kreisbeauftragten für die Brandschutzerziehung aus Emden, Leer, Aurich und Wittmund. Es wurde der so genannte „Brandschutzkoffer" zusammengestellt und an alle Grundschulen kostengünstig verteilt.

Infopoint

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