Osterfeuer

Das alljährliche Osterfeuer wird vor allem in Ostfriesland als Brauchtum noch sehr gepflegt. So brennen die Menschen am Samstagabend zwischen Karfreitag und den Osterfeiertagen vielerorts kleinere und auch größere Osterfeuer ab. Nicht selten werden diese traditionellen Feuer in den meisten Orten von einer derart feierlichen Stimmung begleitet, dass daraus ein richtiges Dorffest mit zahlreichen Gästen entsteht.

Viele Gemeinden und Städte verlangen inzwischen von den Betreibern der Osterfeuer eine vorherige Anmeldung, so muss z.B. auch im Bereich Wiesmoor ein geplantes Osterfeuer beim Ordnungsamt der Stadt angemeldet werden. Die Anmeldung kann telefonisch erfolgen und ist kostenlos.

Damit auch das Osterfeuer zu einem gelungenen Fest wird und eventuelle Risiken vermieden werden, müssen folgende Sicherheitsregeln Beachtung finden:

Bei einer mengenmäßigen Begrenzung des brennbaren Materials auf max. 150 m³ besteht für die Umgebung in der Regel keine besondere Brandgefahr, wenn folgende Sicherheitsabstände eingehalten werden:

  • Zu Gebäuden die aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen und mit einer harter Bedachung versehen sind mindestens 50 m,
       
  • zu Gebäuden aus brennbaren Baustoffen und/oder weicher Bedachung 100 m
       
  • in allen anderen Fällen 100 m.

Bei örtlichen Gefahrenlagen, z. B. in der Nähe von:

  • baulichen Anlagen mit weicher Bedachung,
       
  • Wäldern, Mooren, Heiden,
       
  • Zelt- und Campingplätzen,
      
  • öffentlichen Verkehrsflächen,
       
  • Energieversorgungsanlagen usw.
       
  • und bei größeren Mengen brennbaren Materials sind zusätzliche Abstände zu berücksichtigen, die Sicherheitsabstände sind bei Bedarf von der zuständigen Gemeinde oder Stadt festzulegen.

Des Weiteren gilt:

  • Sperrmüll, behandeltes Holz, Reifen, Altöl oder sonstige Abfälle dürfen nicht verbrannt werden.
       
  • Als Hilfsmittel für das Anzünden kommt trockenes Stroh in Betracht - Brandbeschleuniger dürfen nicht verwendet werden.
      
  • Das Material soll nicht länger als 14 Tage vor der Veranstaltung zusammengetragen werden. Erst an dem Tag, an dem das Feuer angezündet werden soll, ist die Feuerstelle aufzuschichten. Dieses Umsetzen dient dazu, dass ungeeignete Stoffe aussortiert werden und Tiere, die dort Unterschlupf gesucht haben, flüchten können.
      
  • Das Brauchtumsfeuer ist ständig unter Aufsicht zu halten. Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle erloschen sein.
       
  • Brennen Sie nicht zu viel Material auf einmal ab, vermeiden Sie gefährlichen Funkenflug.
       
  • Strohballen können sich allein durch die Hitzestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit.
       
  • Vermeiden Sie Rauchbelästigung durch zu feuchtes Material – Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.
       
  • Kinder spielen gern am Feuer - oft in leicht entflammbarer Kleidung. Weisen Sie Ihre Kinder auf die Gefahren hin und achten Sie darauf  ,dass sie nicht zu nahe an das Feuer gehen.
       
  • Halten Sie eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei.
       
  • Kleinere Verbrennungen kühlen Sie sofort mit Wasser. Bitte lassen Sie die Finger von so genannten Hausmitteln wie Mehl; sie behindern die Behandlung, stören die Heilung und führen zu schlimmen Narben. Bei größeren Verbrennungen alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst.
       
  • Sollte Ihnen Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über Notruf 112 zu alarmieren.

Das Feuer darf nicht abgebrannt werden:

  • in Schutzzonen (z.B. Naturschutzgebieten), in Bereichen von Naturdenkmälern und Biotopen,
       
  • auf moorigem Untergrund, wenn die Gefahr der Entstehung eines Moorbrandes besteht,
       
  • unter Berücksichtigung der Umstände bei lang anhaltender trockener Witterung oder bei zu starkem Wind.

Wenn die entsprechenden Vorschriften nicht beachtet werden, kann z.B. die Polizei das Abbrennen eines Osterfeuers untersagen. Für den Fall, das die Feuerwehr zur Amtshilfe für die Polizei herangezogen wird, um z.B. ein nicht ordnungsgemäßes aber schon brennendes Osterfeuer abzulöschen, werden die Kosten für einen solchen Einsatz dem Eigentümer des Osterfeuers in Rechnung gestellt. Das gleiche gilt auch, wenn fahrlässig durch ein solches Feuer weitere Brände verursacht werden. In diesen Fällen kann sehr schnell ein beachtlicher Betrag zusammenkommen.

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