PKW im Kanal

Am Freitagabend ereignete sich auf der Oldenburger Straße ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Fahrzeugführer befuhr mit seinem Pkw älteren Baujahrs die Fahrbahn in Richtung Stadtzentrum. Auf gerader Strecke kam er plötzlich von der Fahrbahn ab und landete anschließend mit seinem Wagen im Nordgeorgsfehnkanal. Kurz darauf alarmierte die Kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland zahlreiche Rettungskräfte zur Unfallstelle, da davon ausgegangen werden musste, dass sich noch mindestens eine Person im Fahrzeug befand. So wurden neben der Feuerwehr Wiesmoor, deren Kräfte gerade den wöchentlichen Ausbildungsdienst absolvierten, auch die DLRG Ortsgruppen Wiesmoor-Großefehn und Aurich, sowie Rettungsdienst und Polizei um 20.42 Uhr in Marsch gesetzt.   Die ersten Kräfte der Feuerwehr erreichten den Einsatzort binnen weniger Minuten. Der Oldtimer war zu diesem Zeitpunkt schon komplett im Kanal versunken. Anwohnern und weiteren Ersthelfern war es glücklicherweise gelungen, den alleinbeteiligten Fahrer vor Eintreffen der ersten Rettungskräfte aus seiner misslichen Lage zu befreien. Er war ansprechbar und wurde anschließend durch den Rettungsdienst versorgt. In Zusammenarbeit mit den Einsatztauchern der DLRG Ortsgruppe Wiesmoor-Großefehn konnte der versunkene Wagen schnell im Wasser lokalisiert und anschließend mit dem Kran des Rüstwagens aus dem Wasser geborgen werden. Aufgrund der besseren Erreichbarkeit der Einsatzstelle erfolgten die Bergungsmaßnahmen von der Mullberger Straße aus. Das letzte Fahrzeug der Feuerwehr Wiesmoor, die insgesamt mit 35 Feuerwehrkräften und sechs Fahrzeugen vor Ort war, konnte die Einsatzstelle nach etwas mehr als einer Stunde verlassen. Die Mullberger Straße war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten zwischen dem Drosselweg und der Bentstreeker Straße komplett gesperrt. Text: Jan-Marco Bienhoff (jmb)                                                                                                                           

Vermisste Person im Kanal

Wenige Minuten nach Ende des ersten Einsatzes am Freitagabend wurde die Feuerwehr Wiesmoor um 20.08 Uhr erneut zu einem Wasserrettungseinsatz alarmiert. Dieses Mal lautete die Meldung: Menschenrettung aus Wasser, Einsatzort war die Mullberger Straße in Mullberg. Dort wurde ein herrenloses Fahrrad an der Kanalböschung gefunden. Durch die dortige Spurenlage lag zudem die Vermutung nahe, dass der Besitzer des Fahrrades wohlmöglich in den Kanal gestürzt sei. Daraufhin rückten die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, DLRG und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot zur Einsatzstelle aus.

Dort wurde zunächst der betroffene Bereich der Kanalböschung durch die Einsatzkräfte abgesucht, teils auch mit Wärmebildkameras. Weiterhin wurde die Einsatzstelle großräumig ausgeleuchtet. Hierbei kam auch die Drehleiter zum Einsatz. Von der Rüstwagenbesatzung wurde das Schlauchboot zu Wasser gebracht, um das Gebiet von der Wasserseite aus abzusuchen. Parallel dazu machten sich die Einsatztaucher der DLRG und die Drohnengruppe der Feuerwehr für den Einsatz bereit.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes kam von der Polizei die Rückmeldung, dass der Fahrradbesitzer zu Hause angetroffen werden konnte. Somit konnten alle beteiligten Rettungskräfte den Einsatz nach knapp einer Stunde abbrechen. Text: Jan-Marco Bienhoff (jmb)                                                                           

PKW landet im Kanal – Unfall endete glimpflich

Durch die vorbildliche und schnelle Reaktion mehrerer Ersthelfer endete am Freitagmorgen ein schwerer Verkehrsunfall in Mullberg für alle Unfallbeteiligten glimpflich. Zuvor stießen zwei Pkw im Kreuzungsbereich Mullberger Straße Ecke Bentstreeker Straße zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug eines älteren Ehepaares in den angrenzenden Nordgeorgsfehnkanal geschleudert. Ein junger Autofahrer, der das Unfallgeschehen beobachtete, erkannte sofort die lebensbedrohliche Situation, in der sich die beiden Senioren befanden. Der couragierte Ersthelfer, selbst Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr in der Gemeinde Friedeburg, zögerte keine Sekunde und sprang in den Kanal, um die beiden Insassen aus dem bereits halb versunkenen Wagen zu befreien. Da sich die Türen des Fahrzeugs von außen zunächst nicht öffnen ließen, musste er eine Seitenscheibe einschlagen. Danach gelang es ihm, beide Personen aus dem Pkw zubefreien. Weitere Ersthelfer kümmerten sich im Anschluss um die Unfallbeteiligten.

Da zum Zeitpunkt der Alarmierung der Rettungskräfte um 07:38 Uhr davon ausgegangen werden musste, dass sich die Personen noch im versunkenen Fahrzeug befanden, rückte ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst, DLRG und Polizei zur Unfallstelle aus.

Doch nachdem die zahlreichen Einsatzkräfte die Einsatzstelle erreicht hatten, konnteschließlich schnell Entwarnung gegeben werden. Die drei Unfallbeteiligten trugen glücklicherweise keine schwereren Verletzungen davon. Der junge Ersthelfer, der das ältere Ehepaar aus dem Pkw befreite, verletzte sich bei der Rettungsaktion leicht an einer Hand. Sie alle wurden durch die Mitarbeiter des Rettungsdienstes versorgt. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und hob das Unfallfahrzeug nach Abschluss der Unfallaufnahme durch die Polizei mit dem Kran des Rüstwagens aus dem Kanal. Nach gut 90 Minuten konnten die letzten Kräfte die Einsatzstelle wieder verlassen.